Medizinische Informationen: Was Sie über Blut(hoch)druck wissen sollten

Was ist Blutdruck? Was ist an Bluthochdruck gefährlich?

Der Blutdruck ist der Druck, der vom Blut auf die Wand der Blutgefäße ausgeübt wird. Das Herz pumpt Blut in die Arterien, durch die das Blut in den Körper gelangt. Bluthochdruck, medizinisch Hypertonie, ist gefährlich, weil er den Druck auf die Gefäße erhöht und auf diese Weise winzig kleine Risse in den Gefäßen entstehen, die wiederum zu Verdickungen und Verhärtungen der Gefäßwände führen (Atherosklerose). Die Gefäße können sich verengen bis hin zum Gefäßverschluss. Bluthochdruck macht es dem Herz auch schwerer, das Blut in den Körper zu pumpen, und das Herz muss permanent mit voller Kraft arbeiten. Die Bluthochdruckerkrankung kann Schlaganfall, Nierenerkrankungen und Herzinsuffizienz zur Folge haben. Sie entwickelt sich häufig schleichend und unbemerkt. Darum wird Bluthochdruck auch als "stiller Killer" bezeichnet. 

Was ist ein (normaler) Puls?

Als Puls oder Herzfrequenz wird die Häufigkeit beschrieben, mit der das Herz in einer Minute schlägt. Die Aufgabe des Herzes besteht darin, Blut in den Körper zu pumpen. Die Herzfrequenz variiert von Mensch zu Mensch. Ein Herz, das richtig arbeitet, pumpt das Blut in einem regelmäßigen, stetigen Rhythmus, der als normaler Sinusrhythmus bezeichnet wird. Wenn das Herz nicht richtig pumpt, können unregelmäßige Herzschläge auftreten. Diese wiederum können auf Arrhythmien oder Vorhofflimmern hindeuten – die häufigsten Ursachen für einen Schlaganfall.

Ihr Puls ist niedriger, wenn Sie entspannt sind, und höher, wenn Sie trainieren. Eine normale Ruhe-Herzfrequenz beträgt üblicherweise 60-100 Schläge pro Minute, Abweichungen sind jedoch möglich. Kinder neigen dazu, höhere Ruhe-Herzfrequenzen als Erwachsene aufzuweisen. Körperliche Aktivität, Emotionen wie zum Beispiel Stress, Blutarmut (Anämie), Schilddrüsenüberfunktion, Fieber und einige Medikamente können dazu führen, dass Ihr Herz schneller schlägt, manchmal sogar bis weit über 100 Schläge pro Minute.

Arterien altern – was sind die Folgen?

Arterien transportieren sauerstoffreiches Blut vom Herzen zu den anderen Organen und durch den ganzen Körper. Bei jungen und gesunden Menschen sind die Blutgefäße breit genug, um das Blut leicht durchströmen zu lassen, und die Gefäßwände sind elastisch, so dass sie sich bei Bedarf ausdehnen und zusammenziehen können. Wenn Menschen jedoch älter werden, können die Arterien verhärten, da sich in ihnen krankhafte Ablagerungen (Plaque) aus Cholesterin, Fett, Kalzium und fibrösem Gewebe aufbauen und die Gefäße verengen. Dieser Prozess, Atherosklerose genannt, erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Er kann viel früher einsetzen, als Sie vielleicht vermuten.

Kardiologen bestätigen, dass atherosklerotische Prozesse gewöhnlich schon im Teenager-Alter und in den Zwanzigern beginnen. Ab 30 können die Mediziner bereits Veränderungen bei den meisten Menschen erkennen. In den frühen Stadien der Atherosklerose können die individuellen Herz-Screening Werte, wie Cholesterin-Checks, immer noch auf normale Werte zurückfallen. Aber im Laufe der Jahre kommt es häufig zu einer allmählichen Verschlechterung. Im Alter von 40 Jahren hat ungefähr die Hälfte der Menschen Cholesterinablagerungen in den Arterien. Ab einem Alter von 45 Jahren können vor allem Männer viel Plaque aufbauen. Anzeichen von Atherosklerose bei Frauen treten häufig nach dem 55. Lebensjahr auf. Plaque ist gefährlich, weil es sich von der Gefäßwand ablösen und ein Gerinnsel bilden kann, das die Arterie blockiert und den Blutfluss zum Herzen, Gehirn oder in den Beinen behindert. Auf diese Weise kann es zum Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer Gangrän – dem Absterben von Gewebe aufgrund von Mangeldurchblutung – kommen.

Es gibt noch mehr Risikofaktoren

Nicht nur das biologische Alter beeinflusst den Zustand der Arterien. Auch der Lebensstil hat Auswirkungen auf die Blutgefäße: Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel und der Verzehr großer Mengen von Transfetten – ungesättigten Fettsäuren, die sich häufig in stark erhitzten frittierten, gebratenen und gebackenen Nahrungsmitteln finden – können sich negativ auf die Arterien auswirken.

Warum regelmäßige Kontrollen wichtig sind – und wie FreeScan® dabei helfen kann

  1. Herz und Gefäße im Blick: Eine regelmäßige Kontrolle und langfristige Beobachtung der Herzparameter hat große Vorteile. Denn die Gesundheit ist das wichtigste Gut im Leben und sollte oberste Priorität haben. Wer gesund ist, hat einfach mehr Lebensqualität. Wenn wir essentielle Werte unseres Körpers wie Herzfrequenz, Blutdruck, Arrhythmie, Vorhofflimmern und Gefäßalter im Blick haben, erhalten wir wichtige Hinweise auf unseren allgemeinen Gesundheitszustand und unser körperliches Befinden. Selbst wer das Glück hat, so gut wie nie einen Arzt aufsuchen zu müssen, profitiert langfristig, wenn er die genannten Parameter regelmäßig mit dem praktischen FreeScan® Gerät kontrolliert. Insbesondere Menschen ab 40 Jahren wird empfohlen, ihre Gesundheit und ihren Lebensstil bewusster zu verfolgen, sofern sie dies noch nicht tun.
  2. Bei Abweichungen alarmiert: Die kontinuierliche Verwendung von FreeScan® erhöht das Bewusstsein für die eigene Gesundheit. Abweichungen von den normalen Werten fallen Nutzern sogleich auf, so dass zeitnah ein Arzt konsultiert werden kann. Ebenso kann die Nutzung FreeScan® wertvolle Impulse zu einer Änderung des Lebensstils und der Ernährung geben, um so möglichen Gesundheitsrisiken vorzubeugen.
  3. Im Notfall besser informiert: Es ist gut zu wissen, wie Ihre Werte sind, bevor Sie ins Krankenhaus gehen oder einen Krankenwagen rufen. Die schnelle, einfache und präzise Messung der Herzparameter mit dem FreeScan®Gerät kann Ihnen in manchen Situationen bei der Entscheidung helfen, ob Sie medizinische Hilfe benötigen. Ihre Messergebnisse können Sie darüber hinaus sofort an den Arzt senden.
  4. Bessere Kommunikation mit dem Arzt: Eine gute Zusammenarbeit mit dem Arzt ist wichtig, insbesondere für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder in akuten Krankheitssituationen, im Vorfeld einer Behandlung oder nach einer Operation. Ebenso ist eine Überwachung wichtig, wenn über die Medikation entschieden werden soll oder nach Beginn einer Therapie. Vor allem bei Menschen mit erblich bedingten Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist es empfehlenswert, die Herzparameter konsequent zu überwachen.
  5. Risikofaktor Schlaf-Apnoe erkennen: Schlafstörungen zählen zu den am weitesten verbreiteten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Schlaf-Apnoe – das anhaltende Aussetzen des Atems während des Schlafes – ist eine stille Gefahr, die für viele Menschen lebensgefährlich werden. In der Allgemeinbevölkerung ist das Bewusstsein für die Folgen von Atemstillständen nicht weit verbreitet. Sind Sie von der Schlaf-Apnoe betroffen? Starke Müdigkeit und Konzentrationsschwächen am Tag können darauf hindeuten, doch nur eine Untersuchung bringt Gewissheit. Wenn bei Nutzern mit Schlaf-Apnoe das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall steigt, kann FreeScan® dafür wertvolle Hinweise liefern.
  6. Einfache Wertekontrolle von Zuhause: Ältere Menschen und geriatrische Patienten, Menschen mit körperlichen Einschränkungen und Behinderungen haben manchmal Schwierigkeiten, regelmäßig den Arzt aufzusuchen, vor allem, wenn sie alleine leben und auf Hilfe angewiesen sind. FreeScan® ist ein praktisches, tragbares Gerät, das die medizinische Überwachung für diese Menschen erleichtern kann. Patienten können über das Mobiltelefon an die Messung erinnert werden, die Anwendung des Gerätes ist einfach, die Daten zu den Herzparametern sind schnell und präzise gewonnen und können sogleich an den Arzt versendet werden.
  7. Den Stress besser im Griff: Der Alltag vieler Menschen ist vom Stress bestimmt. Ein voller Terminkalender, hohe berufliche Anforderungen, der Wunsch, Job, Familie und Freunden, Hobbies und Freizeitunternehmungen gleichermaßen gerecht zu werden – all das kann schnell zu Stress führen. Auch psychische Störungen wie chronische Angstgefühle erzeugen Stress. Vielleicht wissen Sie es schon: Stress ist der wichtigste Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und viele andere gefährliche Krankheiten. Es ist sehr hilfreich zu wissen, was Stress und Angst im eigenen Körper auslösen. Machen Sie sich bewusst, wie Ihre Parameter Puls, Herzfrequenzvariabilität (HRV), Blutdruck, Arterienalter, Ihr Schlaf oder Ihre Immunabwehr auf Stress reagieren. FreeScan® kann Sie dabei unterstützen.
  8. Für optimiertes Training: Sport und Bewegung haben generell einen positiven Effekt auf die Gesundheit und das Wohlbefinden. Aber wissen Sie, wie Ihr Herz auf Ihr Trainingsprogramm reagiert? Die Verfügbarkeit präziser Daten kann Ihnen helfen, Ihr Training besser und effizienter zu gestalten. FreeScan® ist klein und praktisch, Sie können es überallhin mitnehmen und auch unter extremen Sportbedingungen nutzen.
  9. Hormonelle Auswirkungen besser einschätzen: Hormonelle Veränderungen können bei Frauen das Gleichgewicht von Körper und Seele beeinflussen. Schwangerschaft, Wechseljahre und Medikamente, die Hormone enthalten, verändern den Hormonhaushalt und damit wichtige Vorgänge im ganzen Organismus. Es ist sinnvoll, essentielle Parameter zu verfolgen und die Daten zum Arztgespräch mitzubringen, um eine gute Grundlage für die Konsultation zu haben.
  10. Diät mit gutem Gefühl: Viele Menschen führen eine Diät durch oder möchten ihre Ernährung langfristig umstellen, sei es um abzunehmen oder weil sie beispielsweise eine vegane Lebensweise befürworten. Häufig ist auch aus medizinischen Gründen eine grundlegende Änderung der Essensgewohnheiten angezeigt. Eine Herausforderung, die den gesamten Organismus und besonders den Stoffwechsel betrifft. Es ist empfehlenswert, wichtige Werte im Auge zu behalten und die Anpassung des Körpers an die neue Ernährungsweise bewusst zu verfolgen.
  11. Umbrüche besser meistern: Schwierige Situationen und einschneidende Veränderungen gehören zum Leben, im Beruf wie im privaten Bereich. Sie zu bewältigen fordert nicht nur die Psyche, sondern auch den Körper. Ein guter Grund, die eigenen Herz- und Kreislaufwerte aufmerksam zu verfolgen. Mit FreeScan® als praktischem Begleiter können Sie immer und überall Ihre Herzparameter erfassen. So hilft das Gerät Ihnen zu erkennen, wie belastbar und anpassungsfähig Sie sind und wann Sie kürzer treten und mehr auf sich selbst achten sollten.

Gesundheitliche Risiken bei hohem Blutdruck

Ein zu hoher Blutdruck kann gefährliche Folgen haben. Achten Sie daher auf Ihre Herz-Kreislauf-Werte, lassen Sie sich regelmäßig durchchecken und konsultieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Veränderungen oder ungewöhnliche Signale bei sich feststellen. Wer auf sich selbst achtet und vorbeugende Maßnahmen ergreift, kann viel für seine Gesundheit tun.

Aneurysma

Unter einem Aneurysma versteht man eine krankhafte Aussackung oder Ausstülpung eines Blutgefäßes. Zum Aneurysma kommt es, wenn der Druck des Blutes einen Abschnitt der Arterienwand nach außen drückt und sich die Wand an dieser Stelle ausweitet oder ausdünnt. Wenn die Gefäßwand reißt, können Blutungen schwerwiegende Folgen haben. Ein Aneurysma kann in jeder Arterie auftreten, am häufigsten betrifft sie den Bauchraum mit der Aorta, die in der Mitte des Körpers verläuft (Bauchaortenaneurysma), oder aber das Gehirn (Hirnaneurysma). Wenn eine Arterie im Körper beschädigt ist, kann es auch zum Aneurysma kommen, ohne dass ein hoher Blutdruck vorliegt.

Schlaganfall

Bluthochdruck ist die häufigste Ursache für einen Schlaganfall. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten des Schlaganfalls. Bei der hämorrhagischen Form platzt eine geschwächte Arterie im Gehirn und es kommt zur Blutung ins Gehirn. Beim ischämischen Schlaganfall löst sich ein Klumpen oder Gerinnsel von Plaque, verstopft die Arterie und blockiert den Blutfluss zu den Hirnzellen.

Eine unterbrochene Blutversorgung und Sauerstoffmangel sind in beiden Fällen die Folge und führen zum Absterben der betroffenen Hirnregionen. Bei der Gehirnblutung schädigt austretendes Blut zusätzlich die Nervenzellen. Je nach betroffenem Areal können die Symptome unterschiedlich sein – von Sehstörungen, Lähmungen, Sprachverlust bis hin zu kognitiven Störungen, die Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Konzentrations- und Planungsfähigkeit beeinträchtigen.

Bei einem Schlaganfall treten häufig typische Symptome auf. Je früher diese erkannt werden und der Patient ärztlich behandelt wird, desto besser ist die Prognose. Achten Sie auf folgende Alarmsignale:

  • Schwäche in den Armen oder Beinen, Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle – häufig einseitig
  • Gesichtslähmung und herabhängende Mundwinkel
  • Sprachprobleme wie undeutliches oder langsames Sprechen, Wortfindungsstörungen, Stottern
  • Sehstörungen wie verschwommenes Sehen, Doppeltsehen oder Sehausfälle
  • Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen, Schwindel und Übelkeit
  • Plötzliche starke Kopfschmerzen

Bei Frauen können sich Symptome eines Schlaganfalls auch in Form von plötzlichen Brustschmerzen, Glieder- und Gelenkschmerzen, Atemnot und Schluckauf zeigen.

Wenn Sie solche Anzeichen bei sich oder einem anderen Menschen feststellen, handeln Sie sofort und rufen Sie den Notarzt.

strong>Herzinfarkt

Wenn sich in einer Arterie genügend Plaque ansammelt oder sich ein Klumpen löst und die Arterie zum Herzen blockiert wird, kann dies einen Herzinfarkt verursachen. Der Herzmuskel wird von der Sauerstoff- und Nährstoffversorgung abgeschnitten. Dies kann zu einer schweren Schädigung führen und ein Teil des Herzmuskels kann absterben. Alarmsignale sind Druck oder Schmerzen in der Brust, manchmal aber auch im Arm, Nacken oder Kiefer. Die Atmung kann erschwert sein, auch Schwindel und Übelkeit sind häufige Symptome. Rufen Sie sofort den Notarzt, wenn Sie diese Warnzeichen wahrnehmen.

Herzversagen

Bluthochdruck kann zur Atherosklerose und damit zu einer Verengung der Blutgefäße führen. Das bedeutet, dass das Herz stärker beansprucht wird und mit der Zeit schwächer wird (medizinisch Herzinsuffizienz). Schließlich kann es so schwach werden, dass es keine Kraft hat, in ausreichendem Maße das Blut durch den Körper zu pumpen. Es kommt zum Herzversagen.

Herzvergrößerung

Wenn es für das Herz schwerer wird, das Blut durch den Körper zu pumpen, kommt es zu einer Verdickung des Herzmuskels und zu einer Vergrößerung des Herzes. Je größer das Herz wiederum ist, desto schwieriger wird es für das Organ, seiner Funktion nachzukommen und die Körpergewebe mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen.

Demenz

Ein hoher Blutdruck kann zu vermehrter Plaquebildung in den hirnversorgenden Arterien führen. Die Arterienverstopfung bewirkt unter Umständen eine Verlangsamung des Blutflusses im gesamten Körper. Wenn die kognitiven Fähigkeiten – beispielsweise Gedächtnis, Konzentration, Aufmerksamkeit, Planungsfähigkeit und Problemlösungsvermögen –, das Sprachvermögen oder auch die Orientierung dadurch beeinträchtigt werden, wird dies als „vaskuläre Demenz“ bezeichnet. Die Folgen betreffen das Denken, Sprechen, Sehen, Erinnern, auch die Bewegung. Während sich diese Symptome bei einer vaskulären Demenz allmählich einstellen, können Sie sich nach einem Schlaganfall – auch nach kleineren, möglicherweise unbemerkten kleineren Schlaganfällen (transitorischen ischämischen Attacken, TSI) – schneller bemerkbar machen.

Nierenversagen

Bluthochdruck ist die zweithäufigste Ursache für Nierenversagen. Er führt zur Verengung und Verhärtung der Blutgefäße, die von den Nieren benutzt werden, um sich von Schadstoffen zu befreien. Dies betrifft vor allem die Nephronen, die kleinsten funktionellen Einheiten der Niere, in denen die Ausfilterung der Giftstoffe in stattfindet. Wenn die Nephronen nicht genügend mit Blut und Nährstoffen versorgt werden, kann dies zum Nierenversagen führen.

Probleme mit den Augen

Das menschliche Sehvermögen ist unter anderem abhängig von der Durchblutung der Augen. Ein hoher Blutdruck kann die Durchblutung der Netzhaut (Retina) verlangsamen, also der inneren Augenhaut, auf der das einfallende Licht in Nervenimpulse umgewandelt wird. Ebenso kann Bluthochdruck den Blutzufluss zum Augennerv verlangsamen, der die optischen Signale zum Gehirn weiterleitet. Dies kann zu verschwommenem Sehen oder sogar zur Erblindung führen. Eine bluthochdruckbedingte Flüssigkeitsansammlung unterhalb der Netzhaut kann das Gewebe schädigen und die Sicht verzerren.

Sexualstörungen beim Mann

Durch zu hohen Blutdruck kann der Blutfluss in allen Teilen des Körpers verlangsamt werden. Bei einer ungenügenden Durchblutung des Penis sind Erektionsprobleme eine mögliche Folge.

Sexualprobleme bei der Frau

Eine verringerte Durchblutung der Scheide führt beim Geschlechtsverkehr unter Umständen zu Erregungs- und Orgasmusproblemen. Bluthochdruck kann auch zu allgemeiner Erschöpfung und zur Verringerung der sexuellen Lust führen.

Osteoporose

Bluthochdruck und Osteoporose, der Abbau von Knochensubstanz, stehen offenbar in einem Zusammenhang. Menschen mit hohem Blutdruck haben häufig mehr Kalzium im Urin. Möglicherweise trägt der Bluthochdruck zum Abbau dieses für die Knochen so wichtigen Mineralstoffs bei. Besonders bei älteren Frauen kann dies die Neigung zu Knochenbrüchen verstärken.

Schlaf-Apnoe

Schlaf-Apnoe ist die Bezeichnung für Atemaussetzer während des Schlafs. Diese gefährlichen Atemstillstände können bis zu mehreren Minuten dauern. Ein hoher Blutdruck kann die Schlaf-Apnoe begünstigen. Die Apnoe wiederum ist ein Faktor für Bluthochdruck, da die wiederholten nächtlichen Weckreaktionen des Organismus nach den Atemaussetzern zur Ausschüttung von Stresshormonen führen. Auch auf die erniedrigten Sauerstoffspiegel im Blut, die durch Apnoe verursacht werden, reagiert der Körper mit einer Erhöhung der Pumpleistung des Herzes.